Fischerei im Mittelpunkt mit Bauer, Stopfer und Dietzel

 Hilpoltstein (sst) Unter dem Titel „Fischerei im Mittelpunkt“ hatte der Kreisverband der Jungen Union zum Rundgang am Kauerlacher Weiher geladen. Rund zwei Dutzend Interessierte, darunter viele Jüngere, sowie die CSU-Kreis- und -stadträte Cornelia Griesbeck, Ulla Dietzel, Margarethe Heinloth und Landtagsabgeordneter Volker Bauer folgten der Einladung.

„In der Natur muss die Balance stimmen“ führte Ulla Dietzel nach Begrüßung durch den JU-Kreischef Daniel Nagl ins Thema ein. Manche invasiven Arten wie Nilgänse oder der Kormoran störten dieses Gleichgewicht in die Region. Am Kauerlacher Weiher, als wichtige Durchzugsstation für Zugvögel, habe der Landesbund für Vogelschutz in der Vergangenheit deshalb versucht die Fischbestände innovativ vor Fressfeinden zu schützen. Man habe Körbe mit alten Tannenbäumen versenkt, um den Fischen Schutz vor Fressfeinden zu bieten. „Der LBV sagt, die Aktion sei erfolgreich“, so die stv. Bürgermeisterin der Burgstadt.

Landtagsabgeordneter Volker Bauer, aufgewachsen „im Spannungsfeld zwischen LBV-Mitgliedschaft und Teichwirtschaft“ und seit Juli Inhaber eines Fischereischeines, begrüßte solche Experimente, wies aber zugleich darauf hin, dass in Bayern ein gut funktionierendes und mit dem LBV abgestimmtes Kormoranmanagement existiert. „Wir haben unter anderem mit Kormoran, Fischottern und Bibern einen enormen Druck auf die heimische Land- und Fischwirtschaft. Die 450.000 Euro im Biberfonds reichen bei weiten nicht mehr aus“, erklärte Bauer, der nicht nur Fischer, sondern auch Präsident der mittelfränkischen Jäger im BJV ist. Man strebe hier keine Fondsaufstockung auf Kosten der Steuerzahler an, sondern „effektives Management. Manche Landkreise stimmen der Entnahme von über 100 Bibern pro Jahr zu – andere sieben. Deshalb haben wir im Landtag nicht nur die AAV beim Kormoran verlängert, sondern beim Biber aus der „kann“-Bestimmung bei der Schadbiber-Entnahme eine „soll“-Bestimmung gemacht, um hier bayernweit eine effektive Regelung zu finden“, so der CSU-Kreisvorsitzende.

Mit Sorge beobachtete abschließend Maximilian Stopfer, Jungfischer und Bezirkstagslistenkandidat der CSU in Mittelfranken, die zunehmende Entfremdung der Gesellschaft vom Ursprung ihrer Nahrungsmittel. „Die meisten Menschen essen gerne Karpfen. Aber niemand will Bilder von toten Fischen auf Facebook sehen“, so Stopfer. Diese Entwicklung gehe zu seinem Ärger so weit, dass Organisationen wie PETA prinzipiell die Veranstalter von Königsfischen aufgrund vermeintlicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz anzeigen. Stopfer appellierte an seinen Fischerkameraden Landtagsabgeordneten Volker Bauer, in München dafür zu sorgen, dass „solchem Irrsinn, der die ehrenamtliche Arbeit bzw. Jugendarbeit in den Vereinen schädigt“ auf politischer Ebene zu begegnen.

Mit freundlicher Genehmigung durch Robert Schmitt | Foto: Nagl


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