Vergissmeinnicht den Postminister Stücklen

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Heideck – Die Autofahrer, die Samstag vormittags von Heideck nach Seligenstadt fuhren, waren irritiert. Eine Beerdigung war nicht angekündigt. Dennoch versammelten sich knapp dreißig Personen, vor dem Heidecker Friedhof. Sie gedachten Richard Stücklen, der die Region von 1949 bis 1990 im Bundestag vertrat. Für den JU-Kreisverband Roth mit von der Partie war der Kreisvorsitzende Daniel Nagl. „Schon beeindruckend, diese Vita“, kommentierte Nagl. „Mit 26 im Krieg, mit 28 ein Studienabschluss als Ingenieur, mit 29 den elterlichen Betrieb übernommen und „nebenbei“ die CSU und die JU Deutschland mitgegründet. Mit 33 Jahren dann jüngstes Mitglied des ersten Bundestages. Da soll noch einer sagen, es führe zu nichts, wenn man die Jugend gestalten lässt“, fügte Nagl mit Blick auf Stücklens spätere „politische Karriere“ als Bundesminster, CSU-Landesgruppenchef und Bundestagspräsident an.

„Da soll noch einer sagen, es führe zu nichts, wenn man die Jugend gestalten lässt.“

Marlene Mortler, Stücklens Nach-Nachfolgerin erklärte einige Minuten später am Grab der Familie Stücklen: „Wir wollen mit der Kranzniederlegung heute Bundestagspräsident Richard Stücklen gedenken, der am 20. August 1916 in Heideck geboren wurde und als Bundestagsabgeordneter für die Region zwischen 1949 und 1990 viel bewegt hat.“ Auf Initiative der CSU Landesgruppe in Berlin und organisiert durch Mortler und ihren Weißenburger Kollegen Artur Auernhammer, MdB waren neben Stücklens Enkel Martin Kupka Mandats- und Amtsträger, sowie einige Bürgerinnen und Bürger zum Grab des CSU-Politikers gekommen.

Die ehemaligen Staatssekretäre Rudolf Klinger (WUG) und Hansgeorg Hauser (RH), Landrat Gerhard Wägemann (WUG) samt Stellvertreter Robert Westphal sowie die Bürgermeister Ralph Edelhäußer und Heinz Bieberle (Roth), Ralf Beyer (Heideck), Thomas Schönfeld (Allersberg), Ulla Dietzel (Hilpoltstein) und Georg Schiffermüller (Georgensgmünd) würdigen den ehemaligen Bundesminister für Post und Fernmeldewesen. Als Parteivertreter gedachten dem Mitbegründer der Christlich Sozialen Union in Bayern und der Jungen Union in Deutschland der Kreisvorsitzende der CSU Weißenburg Manuel Westphal, MdL, der Kreisvorsitzende der JU Roth Daniel Nagl, die CSU-Ortsvorsitzenden von Heideck und Laibstadt Ulrich Winterhalter und Josef Baumann, der Kreisvorsitzende der Seniorenunion Prof. Dr. Bernd Schulze (RH), sowie für die Frauen-Union Bezirksvorsitzende Cornelia Griesbeck, Kreisvorsitzende Anita Dollinger (WUG) und Dorle Schäfer (RH).

Unter Verweis auf Stücklens immer humorvolle Art stellte sein Nachfolger als Abgeordneter des Wahlkreises Roth, Parl. StS a.D. Hansgeorg Hauser aus Rednitzhembach in einer kurzen Ansprache nach der Kranzniederlegung pointiert fest: „Richard Stücklen hat nicht nur die Postleitzahlen eingeführt und für so manche noch heute bekannte, launige Anekdote gesorgt. Wie wertvoll seine politische Arbeit für Roth und Weißenburg war, sieht man daran, dass sich, nach der Teilung des ursprünglichen Wahlkreises, heute drei Abgeordnete diese teilen.“

 


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