Leserbrief zu R. Gattenlöhner „egoistische Jugend“

Vorweg; ich bewundere den Einsatz der vielen Rentner, die unser Sozialsystem mit ihrem anpackenden Einsatz bei der Tafel ergänzen. Auch das Engagement des Herrn Gattenlöhner, dem seine familiäre wie berufliche Situation, Universalkandidaturen sowie weitere Wahl- und Ehrenämter noch genug zeitliche Ressourcen belassen, sich als Vorsitzender der Tafel in Roth zu betätigten, ist lobenswert.

Mehr als irritiert bin ich, noch der Generation U30 angehörend, über die Aussage, „die jüngere Generation ist egoistischer geprägt“. Trotz gänzlich anderer Erwartungen an berufliche Mobilität und Erreichbarkeit, trotz einer verdichteten Phase des beruflichen Aufstiegs bei gleichzeitiger Familiengründung zwischen Mitte 20 und Mitte 30 kenne ich in meinem Umfeld kaum jemanden, der sich nicht ehrenamtlich einbringt. Dabei sind der Einsatz im kirchlichen Ehrenamt, als Trainer oder im Rettungsdienst vielleicht nicht so medienträchtig, wie der Vorsitz der Tafel. Wenn man aus dieser Position heraus allerdings eine ganze Altersgruppe als egoistisch abwertet, wird man damit kaum jemanden für dieses wertvolle Ehrenamt begeistern können.

Daniel Nagl
JU-Kreisvorsitzender Roth

(Zum Interview „Helfer werden stets benötigt“ mit dem Vorsitzenden der Rother Tafel Robert Gattenlöhner vom 3.3.2018)

 


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