Europa muss von der Jugend ausgehen

Lkr Roth (dn) „Europa muss von der Jugend getragen werden“, zitiert Daniel Nagl die Überzeugung des Gründers der Paneuropaunion Richard Coudenhove-Kalergi. Um diese Maxime mit Leben zu füllen lud Nagl im Namen des Kreisverbandes der Jungen Union anlässlich der Einweihung des Denkmals für Heimatvertriebene durch Volker Bauer und Karl Freller in Schwabach politisch interessierte junge Menschen aus Ungarn und Tschechien zum Austausch in den Kreis Roth ein. Neben einer Jugenddelegation der TOP09 (Partei des ehem. tsch. Außenministers Schwarzenberg) um Karel Pelikan aus Brünn konnte der JU-Chef mit Tamas Nágl auch einen jungen Vertreter der ungarischen Gemeinde Vertesboglar begrüßen.

Nach einem internationalen Teamtraining mit Mitgliedern der Jungen Union nahmen sich der Landtagsabgeordnete Volker Bauer und Bezirkstagspräsident Richard Bartsch Zeit, um den jungen Gästen die verschiedenen politischen Ebenen im Freistaat zu erläutern. Die spezifischen Aufgaben der Kreise präsentierte Kreisrätin Ulla Dietzel am Samstagmorgen in Hilpoltstein. Deutlich wurde hierbei und beim Mittagessen mit Gemeinderat Matthias Nachtrab in Büchenbach, dass Herausforderungen wie der ÖPNV im ländlichen Raum und teurer Wohnraum im Umfeld von Zentren auch in anderen europäischen Ländern bestehen.

Nach dem Besuch des „HopfenBierGut“ in Spalt überbrachte Tamas Nágl bei der Enthüllung des Vertriebenendenkmals in Schwabach die Grüße seiner Gemeinde, die sich freue, „dass ein Ast am lebendigen Denkmal die Menschen aus Vertesboglar symbolisiert“. Karel Pelikan unterstrich, dass „es für junge Menschen heute unvorstellbar ist, wie nur ein Mann Europa so viel Leid antun konnte“ und „auch von tschechischer Seite wurde bei den Vertreibungen schweres Unrecht getan“.

Den Abschluss des „Europawochenendes“ bildete die Diskussion mit dem Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bernd Posselt, dem Landesvorsitzenden der Paneuropajugend Bayern Christian Hoferer und der Bezirksbeauftragten der Paneuropaunion Cornelia Griesbeck über „Bayerns besondere Beziehung zu Osteuropa“ in Schwanstetten. „Damit Europa funktioniert und wir uns nicht von nationalpopulistischen Scheinwahrheiten in die Irre führen lassen, ist es wichtig, dass nicht nur Spitzenpolitiker, sondern auch wir, die Jugend, den Dialog über Grenzen pflegen“, unterstrich Nagl beim Abschied. Im Juni und Oktober stehen Gegenbesuche an.

 


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