Keine grauhaarigen JU-Vorstände – JU stellt erste Weichen für Erneuerung

Rohr (dn) Der Kreisverband der Jungen Union Roth verabschiedete bei der Mitgliederversammlung in Rohr den langjährigen Schatzmeister Sebastian Ehard aus Abenberg nach 16 Jahren in den „JU-Ruhestand“. Außerdem wählten die Mitglieder den 21-jährigen Wendelsteiner Student der Rechtswissenschaften Filip Balzert einstimmig zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Marco Christoph hatte nach beruflich bedingtem Wohnortwechsel sein Amt zur Verfügung gestellt. Ebenfalls berufsbedingt scheidet Johannes Hofer aus dem JU-Bezirksausschuss aus, weshalb die anwesenden jungen Christsozialen den 17-jährigen Rednitzhembacher Schüler Yannick Krug als Beisitzer im Bezirk vorschlugen.

Wenn wir Verjüngung in der CSU fordern, sollten wir selbst glaubhaft vorweg gehen. Da machen sich JU-Vorstandschaften mit grauen Haaren nicht gut“, kommentierte JU-Kreischef Daniel Nagl in seinem Jahresrückblick. „Einige unserer Kreisvorstandsmitglieder sind seit 10, 12, 14 Jahren aktiv und starten jetzt jenseits der Dreisig beruflich und familiär durch. Spätestens im Mai 2019 steht deswegen ein Umbruch an“, so der Politik- und Kommunikationswissenschaftler, der im Herbst selbst seinen 30. Geburtstag feiert.

Geht es nach Nagl, sollen auch 2020 junge Nachwuchskräfte die CSU-Kreistagsliste und Stadtratslisten verstärken. Von den anwesenden JU-Ortsvorsitzenden forderte er deshalb mehr Engagement, bot aber gleichzeitig an, sich nach über drei Jahren an der Spitze der Kreis-JU bereits vor Mai mit weiteren älteren Vorstandsmitgliedern zurück zuziehen. „Ich bin gern bereit, Jungen mehr Zeit und Raum zu geben, sich bekannt zu machen und die gute Entwicklung der letzten Jahre auch in Zukunft verjüngt fortzusetzen“, so der Schwanstettener.

Finanziell mehr als stabil, wie Schatzmeister Daniel Banse berichtete und mit 125 Mitgliedern minimal geschrumpft, ist die JU im Kreis Roth immer noch „größer und aktiver als manche politische Gruppierung, die im Herbst wieder in den Landtag möchte“, fasste Nagl die Aktivitäten der politischen Nachwuchsorganisation im vergangenen Jahr zusammen. Von SUP-Kurs und Familienwinterwanderung, über größere Events wie den Vortrag von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Rednitzhembach oder das jagdpolitische Podium „Wolfsrückkehr“ in Pruppach u.a. mit dem Landtagsabgeordneten Volker Bauer bis hin zu einer Reihe europapolitischer Veranstaltungen zeigte sich die JU im Landkreis Roth für insgesamt zwanzig Veranstaltungen verantwortlich.

Bayernweit überdurchschnittlich“ bewertete auch der JU-Bezirksvorsitzende Konrad Körner aus Erlangen und schwor die JU auf einen aktiven Wahlkampf auch für die JU-Listenkandidaten in Mittelfranken ein. Der Doktorand der Rechtswissenschaft unterstrich außerdem, dass die CSU mit der Forderung nach einer Zurückweisung von in Drittländern registrierten Asylbewerbern an der Grenze deutsches und europäisches Recht umsetzen wolle und sich jetzt nicht hinhalten lassen dürfe, „die Menschen in Bayern erwarten das zurecht von uns. Das ist eine Frage nicht nur der Sicherheit, sondern auch der Glaubwürdigkeit.“


No Replies to "Keine grauhaarigen JU-Vorstände - JU stellt erste Weichen für Erneuerung"