„REDNITZ – Natur erleben. Kultur genießen.“

ZIEL: Mit dem Projekt „REDNITZ – Natur erleben. Kultur genießen.“ (urspr. „Follow Rednitz“) wollen wir als JU-Kreisverband Roth die touristische Weiterentwicklung des nördlichen Landkreises zwischen Nürnberg und dem eigentlichen Seenland vorantreiben. Es geht darum, die bestehenden Kultur- und Tourismusangebote der „Flusskommunen“ im nördlichen Landkreis Roth und der Stadt Schwabach zu einer attraktiven Untermarke im Fränkischen Seenland zu vernetzen und mit einzelnen Highlights, wie der Bewerbung der Rednitz für Kanufahrer, aufzuwerten.

 

Projektverlauf:PROJEKT leader at Roth C newslocker

August 2014:

Der Schwanstettener JU-Ortsvorsitzende und begeisterte Kanu-Fahrer Daniel Nagl besucht das LEADER-Informationstreffen im Schulzentrum Roth, bei dem Landrat Herbert Eckstein (SPD) dafür wirbt Projekte für die LEADER-Förderperiode 2014-2020 anzumelden, bei denen Kommunen vernetzt werden.

September 2014:

Zusammen mit dem JU-Kreisvorsitzenden Daniel Matulla tritt Nagl an den Landtagsabgeordneten des Kreises Roth Volker Bauer, MdL mit einer Idee heran. Die beiden werben im Namen der JU dafür, „dass im Landkreis Roth vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung touristischer Angebote in der neuen LEADER-Förderperiode bislang hinter dem Radtourismus zurückstehende Tourismuskonzepte stärker berücksichtigt werden; konkret der Wandertourismus und der Kanutourismus.“ (Antragstext)

Die Idee von Nagl/Matulla: die CSU-Kreistagsfraktion soll ihre Idee unterstützen und in den LEADER-Bewerbungsprozess einspeisen. Volker Bauer, MdL begrüßt die Initiative der Jungen Union und sichert seine Unterstützung zu. Wörtlich hieß es in der Pressemitteilung vom 16.09.2014:
„Der Landkreis Roth hat touristisch die gleichen Chancen wie seine Nachbarlandkreise – man muss sie nur nutzen!“ […] Als Mitglied des Umweltausschusses des Bayerischen Landtages begrüßte er [Anm.Volker Bauer], dass die CSU-Jugend auf sanfte Tourismuskonzepte setze, die ohne Flächenversiegelung auskommen.“

Oktober 2014:

Daniel Nagl stellt die Idee einer stärkeren Vernetzung des Wanderwegeangebots in allen Teilen des Landkreises und die Verbesserung der Befahrbarkeit von Rednitz und Schwarzach (rechtlich sind beide seit Jahrzehnten für Kanufahrer freigegeben) der CSU-Kreistagsfraktion vor. Nach ausführlicher Diskussion mit der CSU-Kreistagsfraktion steht fest: im südlichen Landkreis sind sowohl Wander- als auch Wassertourismus über die bestehenden Qualitätswanderwege und Roth- bzw. Brombachsee auch durch die Initiative des Vorsitzenden der CSU-Kreistagsfraktion Udo Weingart bereits gut ausgebaut. Die JU wird sich auf die Weiterentwicklung von Tourismusimpulsen für den nördlichen Landkreis Roth konzentrieren. Da Bezirksrat Ernst Schuster anmahnt, dass die an der Rednitz angesiedelten Fischereiverbände die für die Region positive Initiative nicht begrüßen würden, verspricht Nagl ihm im Jahr 2015 eine nicht öffentliche Dialogveranstaltung mit den Verbandsspitzen zu organisieren, bei der Schuster als Mediator wirken soll.

 PROJEKT Wandern

April 2015:

Die Junge Union lädt direkt am Wochenende nach der Neuwahl des Kreisvorstandes zum Frühjahrswanderung durchs Rednitztal von Roth nach Katzwang. Bei der Wanderung werden Beschaffenheit und Anzahl der Wehre in Augenschein genommen.

Anfang Mai 2015:

PROJEKT FischerdialogNachdem Daniel Nagl im April zum neuen JU-Kreisvorsitzenden im Landkreis Roth gewählt worden ist, hält er die Versprechen gegenüber Ernst Schuster und seinem Stellvertreter Johannes Hofer und lädt den neugewählten JU-Kreisvorstand und die Spitzen der Fischereiverbände Roth und Schwabach als hauptsächliche stakeholder an der Rednitz“ zum Dialog über Kanufahrten auf der Rednitz ein (der Fischereiverein Rednitzhembach hat im Vorfeld gegenüber Bürgermeister Spahl (Rednitzhembach) seine Einverständnis zur Initiative signalisiert). Zur Erinnerung: die Rednitz führt als Überleitungsfluss aus dem Main-Donau-Kanal ganzjährig kein Niedrigwasser, besitzt an der Pegelmessstation Roth einen durchgängigen Pegel von 2 Meter und ist seit Jahren zur Befahrung freigegeben, es geht nur um die bessere Ausweisung/den Umbau von Wehren, damit die angrenzende Natur nicht unnötig beeinträchtigt wird.

Der Dialog, bei dem neben Daniel Nagl unter anderem Ralph Sattler, Florian Adolphi und Markus Lenz versucht hatten die Idee der JU sanften Tourismus mit Naturerlebnis zu kombinieren, um so die Menschen – vor allem die jungen – an die Schönheit ihrer Heimat heranzuführen und damit ein Angebot zu schaffen, bei dem sie nicht hunderte Kilometer mit dem Auto fahren müssen, sondern sogar per VGN anreisen können, stieß ebenso auf taube Ohren, wie die Bereitschaft, Naturbildungsangebote ins Gesamtkonzept aufzunehmen und Mindestpegel, sowie maximale Bootszahlen pro Kolonne festzuschreiben, damit die Rednitz nicht zur Kanuautobahn verkommt.

Nachdem Ernst Schuster die Rolle des Mediators verweigerte, scheiterte der Vorsitzende des CSU-Arbeitskreis Umwelt Dr. Roland Gerstendörfer mit seinem Versuch in diese schwere Bresche zu springen. Der Dialog endet mit der Feststellung durch die Fischereivertreter, dass sie keine rechtliche Handhabe gegen die Pläne der JU haben, aber mit Wahlentzug drohen. Dieser Ausgang entspricht nicht dem Wunsch der Jungen Union, die mit einer Vielzahl von Angeboten der Zusammenarbeit und Reglementierung auf die Fischereivertreter zugetreten ist. Diese wurde aber vollumfänglich mit dem Hinweis „da hält sich doch eh keiner dran“ abgelehnt.

Mitte Mai 2015: 

PressefotoDaniel Nagl lädt die Bürgermeister der Rednitzkommunen Rednitzhembach (Jürgen Spahl) und Roth (Ralph Edelhäußer) zusammen mit Lokalredakteur Manfred Steinberg zur Kanutour auf der Rednitz, um den Bürgermeister die Idee der JU „live“ zu erklären. Die Bürgermeister sind angetan, von der Idee, bestehende nicht ausgeschilderte Kanustrecken (aktuell vor allem unverbunden im Bereich Rednitzhembach und Katzwang) zu verbinden, da sie darin touristische Mehrwerte für ihre Kommunen erkennen. Gegenüber Bürgermeister Spahl signalisiert auch der Oberbürgermeister der Stadt Schwabach Matthias Thürauf seine Zustimmung zur Initiative. Der Presseartikel „Willkommen im Flussparadies Franken“ von Manfred Steinberg erscheint im Lokalteil des Schwabacher Tagblatts und in der Folgewoche im Metropolteil der Nürnberger Nachrichten (Auflage: 261.000).PROJEKT Gespräche

Ende Mai 2015:

Am Rande der Süddeutschen Kajak-/Kanumeisterschaften auf der Rednitz führt Daniel Nagl Gespräche mit deutschen Spitzensportlern, um ihre Meinung zur weiteren Bewerbung des Kanusports und der besseren Nutzung der Rednitz als wasserstabiles Fließgewässer zu erfahren. (vgl. JU-Tube) Eine stärkere Bewerbung des Kanusports und vermehrte Gelegenheit zum Paddeln werden einhellig begrüßt.

Juni 2015:

Entstehung Flyer Follow RednitzFür den Kreisverband der Jungen Union im Landkreis Roth übermittelt der Kreisvorsitzende Daniel Nagl den Bürgermeistern Matthias Thürauf (Schwabach), Jürgen Spahl (Reditzhembach), Werner Langhans (Wendelstein) und Ralph Edelhäußer (Roth) ein 16-seitges Konzept mit dem Titel „Follow Rednitz“ in Broschürenform, das zeigt, wie die Vernetzung der touristischen Angebote (Kulturveranstaltungen, Museen, landschaftliche Highlights etc.) zwischen den Kommunen an Rednitz und Schwarzach aussehen könnte. Angereichert ist dieses Konzept mit dem Vorschlag der Bewerbung der Rednitz und des letzten Abschnitts der Schwarzach (ab Einleitung MD-Kanal) für Kanufahrer.

In Wendelstein unterstützen Kreisrätin Cornelia Griesbeck und der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion HermannIMG_0448 Hein die Idee. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Hansgeorg Hauser verweist in Rednitzhembach auf die knapp 100-jährige Tradition der Kanufahrt auf der Rednitz.

Die Bürgermeister signalisieren jetzt ihre Bereitschaft das Konzept als Kommunen in den politischen Prozess einspeisen zu wollen. Ralph Edelhäußer schlägt ein gemeinsames Treffen und eine Absprache mit Tourismus-Experten vor.

Juli 2015:

Gespräch SCAm 28. Juli nahm der JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl auf Vermittlung von OB Matthias Thürauf in Schwabach ein Treffen mit Vertretern des Amtes für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing der Stadt
Schwabach
wahr, um ihnen das Konzept „Follow Rednitz“ vorzustellen.

Weitere „Strategie-Gespräche“ mit Vertreten der beteiligten Kommunen folgen im Sommer.


September 2015:

Für Mittwoch, den 03. September wurden, durch die Kommunen Rednitzhembach und Roth alle Behörden und Interessensverbände zum Kanudialog inklusive Kanufahrt nach Rednitzhembach eingeladen. Vertreter der Fischereivereine Rednitzhembach und Schwabach, der Stadt Roth (Bauamt und Tourismusamt), des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, des Wasserwirtschaftsamt und des Bayerischen Bauernverbands diskutierten mit den Bürgermeistern Ralph Edelhäußer, Jürgen Spahl, dem Landtagsabgeordneten Volker Bauer, MdL, dem Initiator Daniel Nagl und dem möglichen Kanuverleihbetreiber Doc Knotz die Möglichkeit und Ausgestaltung eines Kanuflusses Rednitz. Dem Dialog fern blieben leider der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz und das Landratsamt Roth.

Dieser Dialog war dennoch fruchtbar. Nagl fasste die Ergebnisse so zusammen: Es freut mich, dass es gelungen ist, die Idee unter Einbeziehung etwa freiwilliger Selbstbeschränkungen beim Gemeingebrauch des Flusses und der Einbeziehung umweltpädagogischer Konzepte so weiter zu entwickeln, dass sich auch die Landwirte und Fischer darin wieder finden können. Der Ball liegt jetzt bei den Tourismusverbänden und Kommunen. Ich bin mir sicher, dass die Bürgermeister es schaffen, unseren Landkreis noch attraktiver zu machen – vielleicht ja auch mit Hilfe aus dem Landratsamt?“

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FAZIT: Damit ist die (politische) Gestaltungs- und Anschubsmöglichkeit für die im August 2014 durch die JU aufgegriffene Idee nach 12 Monaten zu einem erfolgreichen Endpunkt gekommen. Wir freuen uns darüber, dass ab jetzt die kommunalen und tourismusfachlichen Vertreter das erarbeitete Konzept weiterentwickeln und erfolgreich umsetzen.