Junge Union erkundet Rednitztal und kündigt Kanu-Dialog an

Foto Rednitztalwanderung

Roth (dn) Es war im wahrsten Sinn ein Aufbruch. Drei Tage nachdem die Jungen Union im Landkreis Roth ihren neuen Vorstand gewählt hat, lud sie gleich zur ersten Aktion: einer Frühjahrswanderung im Rednitztal zwischen Roth und Penzendorf. Fünf JU’ler ließen sich auch von Regenschauern nicht abhalten. Ihr Ziel: die Heimat erwandern und dabei herausfinden, wie viel Arbeit notwendig wäre, um die Rednitz für Kanu- und Kajakfahrer bequem befahrbar zu machen. Zur Befahrung freigegeben ist sie bereits.

Hintergrund ist eine Jahrzehnte alte Überlegung, die die JU im letzten Jahr aufgriff. Durch die Überleitung von Wasser aus dem Main-Donau-Kanal via Roth und aus der Altmühl via schwäbische Rezart herrscht in der Rednitz nie Wasserknappheit. „Im Vergleich zur oberen Altmühl oder anderen kleinen fränkischen Flüssen ist es auf der Rednitz auch im Sommer möglich Kanu zu fahren, ohne die empfindliche Natur zu schädigen“, erklärte der frischgewählte JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl. Nagl ist selbst öfter auf dem wehrfreien Stück zwischen Penzendorf und Katzwang mit dem Kanu unterwegs und schwärmt: „Ich habe im Altmühltal studiert. Das Altmühltal ist zweifelsfrei schön, aber die Rednitz braucht man nicht verstecken. Gerade in Kombination mit einem VGN-Tagesticket könnte hier ein interessantes Ausflugsziel entstehen und Gäste für 1-2 Tage ins Rednitztal locken.“

Insgesamt warten zwischen der S-Bahnhaltestelle Unterheckenhofen (am nördlichen Wehr) und Katzwang knapp dreißig familienfreundliche Flusskilometer. Nimmt man noch eine Umtragung mehr in Kauf, kann man auch bis nach Worzeldorf fahren. Die Ausstiege liegen unweit der S-Bahnhaltestellen Katzwang bzw. Reichelsdorfer Keller. „Wenn es gelingt Angebote wie Bootsverleih und -abholung zu schaffen, könnte hier ein interessantes „Kanu+Zug-Konzept“ entstehen“, so der Vorsitzende der JU Rednitzhembach-Büchenbach Florian Adolphi.

Da trotz älterer Überlegungen bislang keine Anstrengung seitens des Wasserwirtschaftsamt Nürnberg unternommen wurden, die Umtragungen der acht Wehre zwischen Unterheckenhofen und Katzwang auszuweisen, oder durch Ausstiegsstufen zu vereinfachen, ist die Rednitz aktuell ein Geheimtipp. Einzelne Videos im Netz zeugen allerdings davon, dass sie gelegentlich befahren wird. „Hier liegt viel Potential an naturnahem Tourismus brach“, kommentierte der Ortsvorsitzende der JU Roth Fabian Giersdorf.

Die JU’ler sind sich aber auch darüber im Klaren, dass es bis zum „Kanugebiet Oberes Rednitztal“ noch ein weiter Weg ist und hier „alle Akteure mit ins Boot“ (Nagl) geholt werden sollen. In den nächsten Wochen will die JU daher Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg, den Bürgermeistern der Rednitzkommunen, den Fischereiverbänden und dem Bayerischen Kanuverband führen.


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