JU-Exkursion auf Altmühl: Gutes mitnehmen, Schlechtes vermeiden

Meldung Kanu
„Als Gast der JU auf der Altmühl: Coach und Europaparlamentskandidatin Barbara Becker aus Unterfranken.“

Dollnstein (RS) Vor einigen Wochen versetzte der Kreisverband der Jungen Union die Fischereiverbände in Roth und Schwabach in Alarmbereitschaft. Kanutouren auf der Rednitz? Für die Fischereivertreter heißt das: die Natur wird gestört. „Uns war klar, dass der Vorschlag nicht unwidersprochen im Raum stehen bleibt. Aber es geht uns nicht darum, aus der Rednitz eine Kanu-Autobahn zu machen“, betonte der JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl bei der Übergabe eines Tourismuskonzept vor knapp zwei Wochen.

„[…] auf der Rednitz einen gemäßigten Kanutourismus etablieren,
der dem Begriff „Naturerlebnis“ wirklich entspricht.“

Um sich anzuschauen, was positive Eigenschaften eines „ausgebauten“ Flusses sind und was negative Eigenschaften, veranstaltete der JU-Kreisverband vergangenes Wochenende eine Kanu-Tour auf der Altmühl. „Es ist schon bedenklich, wie wenig Wasser hier während Hitzeperioden wie jetzt im Fluss ist“, kommentierte der Rother JU-Ortsvorsitzende Fabian Giersdorf während einer Umtragungspause und fügt hinzu: „Hier geht das Kanufahren nicht ohne Beeinträchtigung der Natur von statten. Da haben wir mit der Rednitz und ihrer Wasserüberleitungsfunktion schon bessere Karten.“

Aber auch positive Beispiele hält die Altmühl bereit. So nahmen die jungen Christsozialen die mit Holzstufen konstruierten Umstiegshilfen und ausgewiesenen Wege als Ideen mit. „Im Gegensatz zu nicht ausgebauten, aber schiffbaren Flüssen trampeln die Leute hier nicht durchs Unterholz oder den angrenzenden Acker, was Landwirtschaft und Natur sehr zu gute kommt“, kommentierte der JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl.

Angetan hat es Nagl auch das System regionaler Kanuvermieter. Zwar war den JU’ler die Kanudichte auf der Altmühl – gerade an warmen Wochenenden wie dem vergangenen – eindeutig zu hoch, aber dass auf der Rednitz auf regionale Vermieter ggf. in Zusammenarbeit mit Kommunen gesetzt werde, könnten sich die JU-Paddler gut vorstellen. „Wenn neben Privatpersonen mit ihren einzelnen Kanus nur ein bis zwei kommerzielle regionale Anbieter die Rednitz befahren dürfen und man eine maximale Anzahl pro Boots-Kolonne festlegt, könnte man auf der Rednitz einen gemäßigten Kanutourismus etablieren, der dem Begriff „Naturerlebnis“ wirklich entspricht“, fasste Nagl die Erkenntnisse des Ausflugs ins Altmühltal zusammen, bevor die Gruppe den Nachmittag im Biergarten ausklingen ließ.

Impressionen eines „ausgebauten“ Flussen am Beispiel der Altmühl

(Text mit freundlicher Genehmigung von Robert Schmitt.)


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