100%-Schalk und Diskussion zu Familienbild und Führerschein

Roth (dn) „Politik machen, die wir aus sachlichen Gründen für richtig halten, anstatt unsere vermeintlichen Stammwähler suchen.“ Diese Maxime gab der mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigte Bezirksvorsitzende der Jungen Union in Mittelfranken Andreas Schalk aus Ansbach als Handlungsmaxime der jungen Christsozialen für die nächsten Jahre aus. Aber auch an die CSU richtete er seine Forderungen.

„Politik machen, die wir aus sachlichen Gründen für richtig halten,
anstatt unsere vermeintlichen Stammwähler suchen.“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler, MdB, Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, der Landtagsabgeordnete des Kreises Roth Volker Bauer, der Bürgermeister der Stadt Roth Ralph Edelhäußer und die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Cornelia Griesbeck hörten interessiert zu, als Schalk forderte: „Wir müssen als JU auch innerhalb der CSU selbstbewusster auftreten.“ Widerspruch kam von keinem der Etablierten, im Gegenteil. Volker Bauer, CSU-Vorsitzender im Kreis Roth, verdeutlichte die Bedeutung „seiner“ JU im Landkreis Roth. „Ihr seid nicht nur Ratgeber, Innovatoren und Stimmungsbringer. Die CSU lebt von euch.“ Dies zeige sich schon daran, dass 7/17 aktiven CSU-Ortsverbänden im Landkreis von aktuellen oder kürzlich ausgeschiedenen JU’lern gefüht werden.

Weiterhin in der Führungsriege der mittelfränkischen JU ist auch der CSU-Ortsvorsitzende von Roth Daniel Matulla. Mit dem besten Ergebnis wurde er neben Thomas Pöferlein (LAU), Stefanie Nejedlo (AN-L) und Konrad Körner (ERH) zum stellvertretenden JU-Bezirksvorsitzenden gewählt. Den engeren JU-Bezirksvorstand ergänzen als Schatzmeister Matthias Lacher (WUG) und die beiden Schriftführer Diana Saule (NEA) und Jan Rüttinger (ER). Aus dem Landkreis Roth wurden außerdem Johannes Hofer (G’münd) und Matthias Nachtrab (BüBa) in den JU-Bezirksausschuss gewählt.

Das Ziel für die inhaltliche Debatte gab der Landesgeschäftsführer der JU Stephan Ebner vor: „klare Positionen zu politischen Themen beziehen – manchmal auch unbequeme.“ Deutliche Worte fand Andreas Schalk dann mit Blick auf Asylrecht und die Balkanstaaten. Die Hauptdebatte der Versammlung allerdings dreht sich um Familienpolitik. Nach sachlicher, aber durchaus kontroverser Debatte lieferte Norman Blevins (AN-L) eine Definition dessen, was allen anwesenden JU’lern bei einer zukunftsgerichteten Familienpolitik wichtig war: „Steuerliche Vorteile in Lebensgemeinschaften sollte es nur bei der unaufkündbaren Übernahme von Verantwortung für Schutzbefohlene geben. Hier müssen wir uns von der Homo-/Hetero-Debatte lösen und weiterdenken, etwa auch an pflegebedürftige Eltern.“ Die Frage der Ehe dagegen sei Sache der Kirchen, so die JU’ler.

Bei der Beitragsdebatte kam es vor allem beim Antrag „Wiederkehrende Fahreignungsprüfung“, den die Delegierte Katharina Döbler in ähnlicher Form bereits bei der CSU-Bezirksdelegiertenversammlung in Gunzenhausen gestellt hatte, zu einer lebhaften Diskussion, bei der sich die Delegierten des JU-Kreisverbandes Roth um Kreisvorsitzenden Daniel Nagl. Mit 16:12 Stimmen sprach sich die JU-Mittelfranken dafür aus regelmäßig wiederkehrende medizinische Fahreignungsprüfungen für alle Führerscheinklassen politisch voranzutreiben.

 


No Replies to "100%-Schalk und Diskussion zu Familienbild und Führerschein"