JU-Herbstseminar beschäftigt sich mit ländlichen Raum

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Ebenried (fg) Der Kreisverband der Jungen Union Roth veranstaltete vergangenen Freitag und Samstag sein politisches Herbstseminar in Ebenried und Freystadt. Zum Auftakt begrüßte der JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl neben dem Landtagsabgeordneten des Stimmkreises Roth Volker Bauer und Bürgermeister Alexander Dorr aus Freystadt als Rednerin die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, MdL in Ebenried. Die aus der Tourismusbranche kommende Erdinger CSU-Politikerin referierte vor 25 vornehmlich jungen Zuhörern über Chancen und Herausforderungen des sanften Tourismus im ländlichen Raum. Für die von Nagl und dem Hilpoltsteiner JU-Ortsvorsitzenden Ralph Sattler angeschobene Kanu-Initiative auf der Rednitz fand Scharf mehrfach lobende Worte. „Bleiben Sie da am Ball“, forderte die Ministerin die Jugend auf, „mit der Verknüpfung von Naturerleben und kulinarischen Genüssen seit ihr auf dem richtigen Weg. Hier ist viel Potential.“ Die Staatsministerin zeigte sich auch als großer Fan der bayerischen Umweltstationen. Zur Freude von Bürgermeister Bernhard Böckeler, Mitglied im Zweckverband Rothsee, stellte sie fest: die Umweltstationen kombinieren Naturbildung und Erholung und haben sich im ganzen Freistaat in den letzten Jahren zu wahren Tourismusmagneten entwickelt.“ Der Wunsch der Staatsministerin ist es daher, bei der nächsten Haushaltsaufstellung mehr Geld für die Umweltstationen heraus zuhandeln.

„Bleiben Sie da am Ball!“

Nach einem ausgiebigen Besuch der „Nacht in Tracht“ des CSU-Kreisverbandes Roth im benachbarten Mörlach besuchten die jungen Christsozialen am Samstag morgen die Fachschule für Heilerziehungpflege in Ebenried. „Mit Blick auf die bestmögliche Betreuung von Menschen mit Behinderungen ist gut, dass wir Einrichtungen wie die Fachschule haben“, bilanzierte der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Fabian Giersdorf (Roth).

Von der Pflege schwenkten die Jungpolitiker beim Stammtisch-Gespräch mit den Bürgermeistern Ralf Beyer (Heideck, frei) und Marco Kistner (Veitsbronn, CSU, Bezirksratsmitglied) auf Herausforderungen ländlicher Gemeinden unter anderem im Blick auf Bürgerbeteiligung und Demographie. Vor allem das „KKK-Konzept“ (Kuchen-Kino-Kultur) des Veitsbronner Seniorenrats erachtete die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Barbara Thäder (Greding) als adaptierenswert. Im oberpfälzerischen Freystadt klang das Herbstseminar aus. Nach einem Gespräch mit dem seit langen Jahren als 2. Bürgermeister wirkenden Rudi Schiener (CSU) über die Entwicklung Freystadts zur „attraktiven Einkaufsstadt“ (Schiener) stand für die JU’ler fest: ganz entscheidend für den nachhaltigen Erfolg kommunaler Politik ist ein ruhiges, sachliches Handeln, das die Bürger mitnimmt, aber manchmal auch Unpopuläres durchsetzen muss. Zur Abschlussandacht des Seminares pilgerten die JU’ler zum Möninger Berg. Mit Kaplan Dominik Pillmeyer feierten sie dort eine ökomenische Abschlussandacht. Pillmeyer erinnerte die Jungpolitiker daran, dass Veränderung vor allem auf persönlicher Ebene nicht heiße, alles ändern zu müssen, sondern schlicht „so zu werden, wie man eigentlich ist.“


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