JU gegen Zensur durch Minister Maas

Banner Sexismus in der Werbung

Roth (dn) Die Aktiven des JU-Kreisverbandes Roth haben in den letzten Wochen gezeigt, dass ihnen an einer sachlich-abwägenden Politik gelegen ist. Aktionismus lehnen sie ebenso ab, wie Populismus. „Mit beiden Begriffen kann man allerdings die aktuellen Verbotspläne des Herrn Bundesjustizminister Heiko Maas umschreiben“, kommentierte der JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl das Vorhaben des SPD-Bundesministers Werbung radikal zu regulieren. „Es gibt Länder, in denen zu viel nackte Haut in der Werbung verboten ist. Deutschland ist aber nicht Saudi-Arabien! Ich glaube, Herrn Maas täte eine gewisse Dosis „Liberalitas Bavariae“ ganz gut. Man stelle sich mal eine Brauereiwerbung vor, bei der junge Frauen mit Zensurbalken über’m Dekolleté und am besten noch junge Männer mit Zensurbalken über ihren Waden dasitzen, weil diese nackte Haut erregen und auch den Mann reduzieren könnte“, erklärte Nagl. Das skurrile Beispiel zeige, so der JU-Politiker, dass unklar ist, was überhaupt geschlechterdiskriminierende Werbung sein soll.

„Es gibt Länder, in denen zu viel nackte Haut in der Werbung
verboten ist. Deutschland ist aber nicht Saudi-Arabien!

„Als JU bevorzugen wir die regulierende Kraft des Marktes gegenüber kaum festzulegenden Verboten. Schlechte Werbung soll so bestraft werden, wie es sich gehört: Werden Grenzen überschritten, empört sich in Zeiten sozialer Medien die Öffentlichkeit. Die Kunden kaufen das Produkt nicht. Jeder, der auch nur ein Marketingbuch im Regal stehen hat, weiß, welches Risiko schlechte und diskriminierende Werbung für ein Unternehmen sein kann“, so Nagl. Selbst Profis wie das weibliche Onlineteam der renommierten Werbeagentur Jung von Matt [Anm. unter anderem Edeka Weihnachtskampagne und Sixt-Plakate] setzten sich 2013 mit einem Dekolleté-Post in die Nesseln – und wurden dafür öffentlich abgestraft. „Hier jetzt noch verschärfend regulieren zu wollen, ist vollkommen unnötig. Wir haben bereits heute die Öffentlichkeit und den Deutschen Werberat, die bei platter sexistischer Werbung eingreifen“, erklärte der junge Kommunikationswissenschaftler.

Nagl mahnte zu etwas mehr Gelassenheit. „Keiner regt sich auf, wenn ganzkörperrassierte Profifußballer, die mit dem Typus des in der Kreisklasse kickenden Durchschnittsmanns, wenig gemein haben, für Unterwäsche werben. Kein Aufschrei! Aber abscheuliche Übergriffe durch Kriminelle wie in Köln, sollen jetzt mit nackter weiblicher Haut auf Werbeplakaten in Verbindung gebracht werden. Das ist aktionistische, staatlich verordnete Verklemmtheit und erinnert geistig an den ‘eine-Armlänge-Abstand-Vorschlag‘.“ Die Junge Union verurteile dies.

In Deutschland müsse die freie Selbstbestimmung des Einzelnen gelten – egal, was er oder sie sich auf der Straße anziehen will, oder wie und für welches Produkt er oder sie werben will. Dies sei Teil der freiheitlichen Kultur in unserem Land. „Wer diese Freiheit im Namen einer vermeintlich Gerechtigkeit, die in Wahrheit eine typisch sozialdemokratische „du bist nicht mündig, wir müssen dich schützen“-Ideologie ist, angreift, schadet mehr, als dass er hilft“, so Nagl abschließend.


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